Im Jahr 1793 – starb Polen!
- czytamszeptem
- 13. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Jahrhunderte hatten die Umstände vorbereitet, die diese traurige und schreckliche Epoche langsam heraufbeschworen. Weder Mut noch Tapferkeit konnten sie aufhalten. Selbst die tiefste Liebe zum Vaterland konnte dies nicht bewirken.
Ich werde hier nicht die Ursachen und Folgen unserer Unglücke behandeln – jeder meiner Leser kennt sie, und jeder Pole trägt sie im Herzen. Aber mit Stolz erwähne ich die letzten Jahre unseres Polen, die voller Mut und Opferbereitschaft waren: zuerst der letzte Sejm, dann all jene, die zu dieser Zeit ihr Leben und Vermögen zu ihrem Schutz einsetzten.
Dort fiel unsere Jugend! Dort gaben die Zöglinge der Ritterakademie, deren Ruhm verborgen blieb, sich selbst und alles, was ihnen Tugend und Tapferkeit gelehrt hatte. Dort vergossen Militärs und Zivilisten ihr Blut. Dort hielt jeder Pole es für das höchste Glück, in einer so edlen Sache zu sterben.
Die Vorsehung erlaubte unserem Geschlecht nicht, diese Verdienste mit ihnen zu teilen; sie hinterließ uns nur Wünsche, Gebete und Tränen in einer Zeit, in der Kummer und Verzweiflung unsere Herzen verletzten.
Jeder Pole spürte sicherlich, wie stark die Bindungen sind, die uns mit dem Vaterland verbinden: das Land, auf dem wir leben, wo die Überreste unserer Ahnen ruhen, wo unsere Kinder aufwachsen, wo Freundschaft, Dankbarkeit und Vertrauen ihren Ausdruck finden. Dieses Land, obwohl mit Blut, Feuer und Schwert befleckt, bleibt uns untrennbar verbunden.
Damals kam der Gedanke in mir auf, polnische Erinnerungsstücke zu sammeln, die überdauert hatten – ähnlich wie ein Mensch sich an kleine Überreste nach dem Verlust von Mutter, Kind oder Freund bindet. Obwohl sie Traurigkeit hervorrufen, bringen sie auch eine gewisse Erleichterung.
Dasselbe Gefühl sollten diese Reste und polnischen Erinnerungsstücke hervorrufen, die uns noch geblieben sind – Zeugnisse unserer Geschichte, unseres Mutes und unserer Verbundenheit mit dem Vaterland.




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